Bachblüten-
therapie

Christiane Holz

Bachblütentherapie

 

Die Bachblütentherapie wurde von dem englischen Arzt Dr. Edward Bach entwickelt und basiert auf der Idee, dass die gebundene Energie von Blüten eine regulierende Wirkung auf die Befindlichkeit des Menschen hat.

Die Bachblütentherapie ist eine ideale Ergänzung zur Akupunktur und hilft in bestimmtem Situationen Blockaden bzw. Handlungsmuster aufzulösen. Manchmal sollen sie auch einfach nur den stimulierenden Effekt der Akupunktur unterstützen.

Dr. Bach ordnete den von ihm benannten negativen Seelenzuständen, die für alle Leiden und Krankheiten verantwortlich sein sollen, jeweils eine Essenz zu, die die Harmonisierung fördern soll. Die nummerierten Essenzen tragen englische Namen und sind verschiedenen Anwendungsgebieten zugeordnet. Diese Essenzen sollen als positiver Gegenpol eine Harmonisierung negativer Seelenzustände direkt bewirken. Kritiker führen an, dass der moralisierende Charakter dieses Konzeptes seelischen Druck auf Erkrankte ausüben kann, da das eigene, persönliche Verhalten als ursächlich für Krankheiten angesehen wird.

 Die Bachblütentherapie wird üblicherweise nicht zur Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gezählt. Die verwendeten Pflanzenteile sind in der Regel keine bekannten Heilpflanzen und wurden von Dr. Edward Bach auch nicht als solche ausgewählt.

Bach postulierte 37 Essenzen aus 37 Blüten und eine Essenz aus Felsquellwasser ohne Zugabe von Blüten. Zusätzlich bestimmte er eine Kombination aus fünf Essenzen, die er als Notfalltropfen für akute Belastungssituationen empfahl. Die 38 Essenzen unterteilte er in sieben Gruppen, die er jeweils bestimmten Gemütszuständen zuordnete (Niedergeschlagenheit, Angst, fehlendes Interesse an der Gegenwart, Einsamkeit, übertriebene Sorge um Andere, Überempfindlichkeit und Unsicherheit). Die Essenzen sollten bei der Überwindung dieser Gemütszustände helfen. Beispiele für einzelne verwendete Blüten sind Gemeiner Odermennig, Lärche, Ackersenf, Weinrebe oder Heckenrose. Der Gemeine Odermennig soll bei Angst vor Konflikten, bei Unehrlichkeit oder Überspielen persönlicher Probleme mit Verdrängung sowie bei Verspannungen und Verkrampfungen eingesetzt werden. Die Lärche hingegen helfe bei Minderwertigkeitsgefühlen, Schüchternheit und Zaghaftigkeit. Die Heckenrose helfe bei Personen, die an Antriebslosigkeit, Resignation und „krankhafter Schicksalsergebenheit“ litten.

Bei der Sonnenmethode werden die Blüten für ungefähr drei bis vier Stunden in eine mit Wasser gefüllte Schale gelegt und in die Sonne gestellt, bei der Kochmethode werden die Pflanzenteile eine halbe Stunde erhitzt. Die letztere Methode wird eher für holziges Pflanzenmaterial oder bei solchen Pflanzen angewendet, die zu einer sonnenarmen Jahreszeit blühen. Laut Dr. Bach sollen die Pflanzen ihre „Schwingungen“ als „heilende Energie“ an das Wasser abgeben. Das Wasser wird anschließend mit einem gleich großen Anteil Alkohol als Konservierungsmittel versetzt. Diese Urtinktur wird 1:240 verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen, und ähnelt in diesem Punkt der Homöopathie, mit der Dr. Bach sich intensiv beschäftigt hatte.

 

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